Der Künstler Matthias Kunisch hat den durch Corona brachliegenden Veranstaltungsraum in der Villa Nagel genützt und einen raumfüllenden, 2 x 12 Meter großen Fries zur Figur der Medea aus der griechischen Mythologie gezeichnet.

Er schreibt dazu: „Mythen haben nie statt­ge­funden, aber passieren ständig und werden folgerichtig unablässig erweitert aufgrund sub­jektiver Erfahrungen und deren Bewältigung mit den immanent und temporär zur Verfügung stehenden Mitteln jedweder Kultur. So deutet der Arbeitstitel darauf hin, dass es sich willentlich nicht um eine Interpretation des überlieferten Medea-Mythos handelt, sondern der Mythos vielmehr als Inspirationsquelle dient, um dem komplexen Beziehungskonflikt zwischen Frau und Mann, aufgrund des überlieferten Mythos, eine weitere Interpretation hinzuzufügen in Fragmen­ten der Bild-Text-Ton-Art.“

Der Komponist Michael Obst ließ sich von Pier Paolo Pasolinis Film „Medea“ aus dem Jahr 1969 zu der elektronischen Komposition „Visioni di Medea“ inspirieren, die konzertant zur Auf­füh­rung kommt, sowie Musik für Flöte und Schlag­zeug von Giacinto Scelsi, Richard R. Bennett und Claude Debussy.

Matthias Kunisch wird eine Einführung in sein Werk und den mythologischen Hintergrund geben.

Albrecht Imbescheid
Flöte
Klaus Dreher
Schlagzeug
Diego Casado Rodriguez
Marimbaphon

Matthias Kunisch
Bildender Künstler

Eintritt frei

Veranstalter
ton—art esslingen e. V. in Kooperation mit der Villa Nagel